Die Decarboxylierung von THC und CBD

Medizinisches Cannabis in Israel – Reportage auf ARD

☑ Fachlich geprĂŒfter Inhalt von Sebastian WĂŒrfl. ✔ ÜberprĂŒft von Julia Teichmann. 

WĂ€hrend immer mehr LĂ€nder Cannabis (Marihuana) fĂŒr den medizinischen Einsatz oder auch allgemein legalisieren (gerade aktuell Kanada), ist die Verwendung von Cannabis in Deutschland auch im Jahr 2019 weiterhin strafbar. Allerdings darf in Deutschland nach einer neuen Gesetzeslage eine Behandlung von schwerkranken Menschen verordnet werden. [1]

Israel indes ist ein Vorreiter beim Einsatz des medizinischen Cannabis. Die Einnahme von Cannabis oder Marihuana ist zwar auch hier gesetzlich verboten, allerdings nicht im medizinischen Bereich. Dann gilt Cannabis nicht mehr als Droge, sondern als Arzneimittel. Und das schon seit 20 Jahren!!

Schon 2013 hat das Erste Programm im Rahmen der Sendung „Weltspiegel“ einen interessanten Bericht ĂŒber den Einsatz von medizinischem Cannabis in Israel gesendet.
Die Reportage zeigt Beispiele der Anwendung in der Medizin, Interviews mit betroffenen Patienten und berichtet auch ĂŒber die Forschung, der in Israel ein besonderes Interesse zukommt, um den Einsatz von Cannabis als Medikament zu optimieren und weiter voranzutreiben.

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Die Reportage ĂŒber medizinisches Cannabis in einem Altenheim in Israel

Der Bericht zeigt das Kibbuz Naan in Israel, zu dem auch ein berĂŒhmtes Altersheim gehört. BerĂŒhmt deshalb, weil es das erste Seniorenheim weltweit war, in dem Patienten Cannabis als Medikament verschreiben wurde.
So wie Krankenschwestern weltweit Tabletten und andere Medizin richten, verteilen hier die Schwestern morgens die jeweiligen Cannabismengen fĂŒr die Patienten. Die Darreichungsform reicht von der Tablette bis hin zur Inhalation. Auch das Rauchen von Cannabis ist hier eine mögliche Darreichungsform.

Reportage ĂŒber medizinisches Cannabis in einem Altenheim in Israel

Die Reportage zeigt zunĂ€chst eine 85jĂ€hrige Patientin, die allen Lebensmut verloren hatte, weil sie unter starker Arthritis mit massiven Schmerzen litt. Sie bekommt nun seit etwa sieben Monaten medizinisches Cannabis und seitdem sind ihre Schmerzen wie weggeblasen. Sie fĂŒhlt sich wie ein neuer Mensch.

Fast alle Bewohner des Altenheims bekommen Cannabis. Es wird als Medizin fĂŒr ein breites Spektrum an Krankheiten verabreicht, etwa bei EntzĂŒndungen, Arthritis, HIV, Parkinson, Krebs, Multiple Sklerose oder Psychotraumata.
Patienten, die kaum noch gegessen haben, haben durch das Cannabis ihren Appetit zurĂŒckgewonnen.

Die leitende Schwester des Altenheims Ă€ußert sich begeistert ĂŒber die Wirkung des Cannabis. Gerade Geriatriepatienten, so sagt sie, leiden oft unter chronischen Erkrankungen. Sie nehmen hĂ€ufig jahrelang Medikamente mit starken Nebenwirkungen ein.
Dagegen hat medizinisches Cannabis fast keine Nebenwirkungen. Ein großer Vorteil gegenĂŒber den ĂŒblichen starken Medikamenten. So muss der Körper nicht erst gegen die heftigen Nebenwirkungen ankĂ€mpfen, bevor die eigentlich heilende Wirkung des Medikaments ĂŒberhaupt eintreten kann.
In diesem Altenheim hat man nun jahrelange Erfahrung gesammelt und eine genaue Protokollierung der Cannabismengen und der Verabreichungsform hat zum gewĂŒnschten Erfolg beigetragen.
Die Krankenschwester erzĂ€hlt im Interview, dass die Ärzte anfangs Wissenschaftler kontaktierten, die sich schon seit Jahren mit der Erforschung der therapeutischen Wirkung von Cannabis beschĂ€ftigten. Mit Hilfe von Statistiken erlernten die Ärzte und das Pflegepersonal die therapeutischen Wirkungen zu kontrollieren und konnten nach und nach sehen, mit welchen Dosen erfolgreich gearbeitet werden konnte.

Eine Professorin erzĂ€hlt von ihrer Forschung mit Cannabis. Cannabis enthĂ€lt zwei wesentliche Bestandteile. Das THC bewirkt den Rauschzustand. Das CBD allerdings ist – so die Forscherin- absolut ungiftig und wirkt entzĂŒndungshemmend. Er löst keinen Rauschzustand aus.
Die Professorin beschĂ€ftigt sich schon seit ĂŒber 15 Jahren mit der Erforschung des Cannabis fĂŒr therapeutische Zwecke und erzĂ€hlt, dass der Wirkstoff CBD sowohl in geringen als auch in sehr hohen Dosen verabreicht werden kann.
Sie zeigt ein Beispiel eines Patienten mit einem EntzĂŒndungswert von 5.5. Durch die Gabe von Cannabis konnte der Wert auf 2.0 gesenkt werden. Wurde Patienten mit der gleichen Krankheit und vergleichbaren EntzĂŒndungswerten herkömmliche Arzneien verabreicht, reduzierte sich der EntzĂŒndungswert nur bis auf 3.0.

Pharmaindustrie hat kein Interesse an Cannabis Produkten

Die Forscherin erklĂ€rt auch, warum die Pharmaindustrie kein Interesse daran hat, dass sich Cannabis als Arzneimittel durchsetzt. Der Grund ist einfach: eine Pflanze kann nicht patentiert werden, jeder kann sie nutzen und niemand kann sich das Recht herausnehmen, sie als einziges Unternehmen vertreiben und damit verkaufen zu können. Zudem sind sowohl Cannabis als auch die synthetische Herstellung des Wirkstoffes CBD sehr billig und damit fĂŒr Pharmaunternehmen komplett uninteressant.
Sie verdienen damit schlichtweg kein Geld und sind fĂŒr die Pharmaindustrie damit uninteressant.
Cortison oder andere teure Medikamente sind fĂŒr die Pharmaindustrie wesentlich rentabler, deswegen erforschen sie ausschließlich mit diesen Mitteln und nicht mit Pflanzen.

 

Israel geht schon seit Jahren andere Wege. Überall im Land gibt es sogar eigene GewĂ€chshĂ€user, in denen Cannabis mit verschieden StĂ€rken von CBD und THC gezĂŒchtet wird. Das Gesundheitsministerium ĂŒberwacht und kontrolliert die Produktion.
Das in diesen GewÀchshÀusern produzierte Marihuana/Cannabis wird in von Sicherheitsdiensten streng bewachten LÀden abgegeben. Dazu kommen Kranke mit Rezept und Personalausweis in den Laden und erhalten dann die rezeptierte Monatsration.

Cannabis wirkt nicht nur entzĂŒndungshemmend und schmerlindernd. Auch bei Parkinson hat es eine positive Wirkung. Es gibt nachgewiesene FĂ€lle, in denen das Zittern durch die Cannabisgabe aufgehört hat.

Aber nicht nur der Wirkstoff CBD hat eine therapeutische Wirkung. Auch das THC, das den Rausch hervorruft, hilft vielen Patienten und wird bei Krebspatienten oder auch bei posttraumatischen Störungen eingesetzt.
Dazu berichtet ein französischer Holocaust-Überlebender, der in dem Altersheim im Kibbuz wohnt, dass er seit einem Jahr Cannabis zum Rauchen erhĂ€lt. Über 30 Jahre litt er an posttraumatischen Störungen, Panikattacken und Schlaflosigkeit aufgrund der schrecklichen Erlebnisse in der Kindheit unter dem Hakenkreuz.
Seit er das Cannabis erhÀlt, so erzÀhlt er, ist er von seiner stÀndigen Qual und den AlbtrÀumen befreit.

Dennoch ist es auch in Israel nicht so, dass alle Ärzte Cannabis zu Therapiezwecken einsetzen und es ablehnen. Grund hierfĂŒr ist laut der Professorin, dass es noch weitere Komponenten im Marihuana gibt, die noch nicht genĂŒgend erforscht sind. Deshalb kann sie diese Ablehnung auch verstehen. Manche Ärzte haben Angst davor, dass Patienten sie verklagen könnten, wenn es nicht zur erwĂŒnschten Wirkung, oder gar noch schlimmer, zu unbekannten Nebenwirkungen kommt.
Trotzdem ist Cannabis als therapeutisches Mittel in Israel auf dem Siegeszug. Die große Zahl der Patienten, die Dank dem Marihuana eine völlig neue LebensqualitĂ€t erhalten, sind die beste Werbung fĂŒr den Einsatz als Arzneimittel.

Medizinisches Cannabis in Israel

Symbolbild fĂŒr die medizinische Behandlung mit Cannabis in Israel

In Deutschland aber ist trotz aller Forschungsergebnisse der Einsatz von Cannabis auch in der Medizin weiterhin nicht erlaubt, sondern strafbar. Und dass, obwohl es sehr gut dosiert werden kann und viel weniger Nebenwirkungen hat als die meisten herkömmlichen Medikamente. Sogar die Weltgesundheitsbehörde WHO bestĂ€tigt, dass der Inhaltsstoff CBO nicht zu GesundheitsschĂ€den fĂŒhrt und damit keine Missbrauchsgefahr besteht.

Legal sind in Deutschland bisher nur Produkte, deren THC-Gehalt höchstens bei 0,2% liegt. Dann fallen diese Produkte nicht unter das BetÀubungsmittelgesetz, sondern gelten als NahrungsergÀnzung.
So gibt es mittlerweile z.B. auch CBD ÖL oder CBD Kapseln legal zu kaufen. Allerdings muss man die entsprechenden Shops auch erst einmal finden, denn immer noch herrscht in Deutschland große Unsicherheit darĂŒber, welche Cannabis Produkte denn nun legal verkauft werden dĂŒrfen und welche nicht. Große Drogerieketten wie Rossmann oder CBD Öl bei DM haben im FrĂŒhjahr 2019 kurz nach EinfĂŒhrung von CBD ÖL dieses auch schon wieder aus den Regalen verbannt. Die genauen GrĂŒnde dafĂŒr wurden nie wirklich ersichtlich, zumal CBD Kaugummis weiter verkauft wurden.

 

[1] https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/indikationeb-cannabis-medizin-2032610
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