CBD für Pferde kann viel bewirken. Denn wie jedes andere höhere Säugetier besitzt auch das Pferd ein Endocannabinoidsystem. Jedes Lebewesen mit diesen körpereigenen Rezeptoren für Hanfwirkstoffe kann deren positive Effekte spüren. Zwar gibt es speziell zu Pferden und CBD noch keine Studien. Was es aber gibt, sind Erfahrungen von Pferdehaltern und viele Studien mit CBD bei anderen Tieren. Dass Pferde davon profitieren können, liegt auf der Hand. Wir haben nachgeforscht, was CBD bei diesen sensiblen Tieren bewirken kann. Zudem gibt es einen wichtigen Hinweis für Reitsportler zu CBD!

CBD für Pferde Erfahrungen

Welche Erfahrungen gibt es bei CBD für Pferde?

 

Wirkt CBD beim Pferd überhaupt?

Das Pferd gilt als Fluchttier. Wenn es sich unwohl fühlt, kämpft es nicht, sondern versucht zu fliehen. In der heutigen Zeit gibt es viele Situationen, in denen Pferde Stress empfinden. Anders als in der Wildnis können sie dem aber nicht entkommen. Das stresst die empfindlichen Tiere nur noch mehr. Greift der Halter nicht beizeiten ein, können sich gravierende Folgeschäden entwickeln.

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Hier kommt immer häufiger CBD zum Einsatz: Pferdehalter berichten von wesentlich besserer Beweglichkeit ihrer Tiere. Das liegt oft an der Linderung so typischer Probleme wie geschwollene Gelenke oder Bewegungsunlust aufgrund von Hufproblemen. Auch übernervöse Tiere scheinen mit CBD gelassener zu werden. Daraus ergeben sich Vorteile nicht nur bei Wettkämpfen, sondern auch im Alltagsleben.

Zwar werden durch CBD keine Ursachen beseitigt. Doch eine entspannende Wirkung macht schon viel aus. Das Tier fühlt sich wohler und zeigt mehr Bewegungsfreude, was sich wiederum in besserer Leistung äußert.

✔️ Wichtig: Natürlich sollten Sie stets einen Tierarzt hinzuziehen, wenn Ihr Pferd gesundheitliche Probleme hat! CBD kann konventionelle Therapien aber sehr gut unterstützen.

Endocannabinoidsystem auch bei Pferden

Zum Verständnis: Das Endocannabinoidsystem (ECS) ist eine Art Regulator für wichtige körpereigene Vorgänge. Beim Menschen wie auch beim Tier kann es Fehlfunktionen ausgleichen. Dafür muss es allerdings reibungslos funktionieren, was nicht immer der Fall ist. Die Gabe von CBD kann das ECS anregen.

Einsatzmöglichkeiten von CBD bei Pferden

Aufgrund seiner Vielseitigkeit wird CBD oft als Allheilmittel gepriesen. Das stimmt natürlich nicht, doch CBD hat Tieren schon bei vielen Problemen geholfen. Das zeigen Studien vor allem an Hunden. Weil sich die Endocannabinoidsysteme ähneln, lassen sich Rückschlüsse auf CBD bei Pferden ziehen.

Im Folgenden ein kurzer Überblick, was CBD bei Tier und Mensch bewirken kann:

  • Ängste, Nervosität mindern (1)
  • Schmerzen lindern (2)
  • Entzündungshemmend (3)
  • beschleunigte Wundheilung (4)
  • besseres Immunsystem (5)
  • Arthritis (6)
  • Regulierung des Appetits (7)
  • Gewichtsprobleme regulieren (8)

 

Persönliche Erfahrungen mit CBD für Pferde

Weitere Erfahrungsberichte finden sich in den sozialen Netzwerken und in speziellen Themenforen. Dort berichten Pferdehalter von positiven Auswirkungen von CBD auf verschiedene Probleme:

  • Arthrose und Hufrehe: bessere Beweglichkeit beim Pferd
  • Nervosität: größere Gelassenheit
  • Leistungsfähigkeit: geringere Muskelermüdung
  • Gelenke, Spat: weniger Schwellungen und Entzündungen

Weitere Anwendungen erfolgten etwa bei Magenkarzinom oder äußerlich bei Hautproblemen. Trotz intensiven Recherchen fanden wir hier allerdings keine Rückmeldungen über die Wirksamkeit von CBD bei diesen beiden Problemen.

Hilft CBD bei pferdetypischen Erkrankungen wie Cushing- und Headshakingsyndrom?

Cushingsyndrom nennt sich eine Krankheit, die vor allem ältere Pferde betrifft. Sie leiden dann unter Störungen beim Fellwechsel und bei der Hufgesundheit. Das Syndrom selbst wird leider auch mit CBD nicht verschwinden. Doch kann der Hanfwirkstoff laut einigen Berichten vielleicht helfen, die Auswirkungen des Syndroms zu lindern. Gleiches gilt beim sogenannten Headshaking-Syndroms: Hier könnte die beruhigende Wirkung von Cannabidiol ausschlaggebend sein.

Ist CBD Doping?

Zwar befand die WHO bereits im Jahr 2017, dass CBD nicht abhängig mache und harmlos sei im Gebrauch (9). Dennoch gibt es in den letzten Jahren verstärkt Bestrebungen, den Gebrauch von CBD im Sport zu beschränken. Das betrifft auch den Reitsport.

CBD für Pferd

Die Verwendung von Cannabinoiden vor Wettkämpfen kann möglicherweise zu Strafen führen

 

Beispielsweise entschied 2019 die amerikanische USEF (United States Equestrian Federation), dass die Verwendung von Cannabinoiden vor Wettkämpfen zu Strafen führt (gültig ab 1.9.2019, Quelle 10). Ausdrücklich erwähnt die USEF in diesem Zusammenhang Cannabidiol (CBD) und dessen Metaboliten. Damit gelten für die Nutzung von CBD sehr strikte Regeln, die Gabe von CBD wird als Doping betrachtet. Ähnlich handhabt es die internationale FEI, während die deutsche FN noch keine spezielle Regelung getroffen hat (11).

Aufgrund dieser Unterschiede ist es unmöglich, hier einen kompletten Überblick zu geben. Zudem können sich solche Regeln jederzeit ändern. Wir empfehlen daher Reitsportlern, sich rechtzeitig vor einem Wettkampf nach den aktuellen Bedingungen betreffs CBD zu erkundigen.

Rechtzeitig heißt: ein paar Wochen vorher. Denn der Körper braucht auch bei Cannabinoiden eine Weile, bis er alles verarbeitet hat und keine Spuren davon mehr nachweisbar sind.

Wie schütze ich mich und mein Pferd vor Nachteilen?

Um Nachteile zu vermeiden, sollte ein Pferd darum mindestens 7 Tage vor einer Veranstaltung kein CBD-Produkt mehr zu sich nehmen (12).

Tipps zu Dosierung und Einnahme

✔️ Hinweis: Wir haben ausführlich recherchiert. Leider gibt es jedoch kaum gesicherte Erkenntnisse zur CBD Dosierung beim Pferd. Deshalb können diese Angaben zur Einnahme nur als Richtwerte gelten. Eine Garantie geben wir hier nicht.

Wie viel CBD brauchen Pferde?

Gängig ist die Einnahme nach Gewicht. Zudem gelten dieselben Regeln wie bei Menschen: Am besten mit niedriger Dosierung beginnen und langsam steigern, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Beachten Sie, dass es auch beim Pferd eine Weile dauert, bevor eine Wirkung deutlich wird.

Bei normalen Beschwerden0,25 mg CBD pro Kg Körpergewicht
Bei starken Beschwerden*0,5 mg CBD pro Kg Körpergewicht

Zielmenge ist circa 0,25 mg pro Kilogramm Körpergewicht bei normalen Beschwerden. Ein Beispiel: Für ein Pferd mit 500 kg Körpergewicht rechne die angegebene Menge mal 500. Es wären dann 125 mg CBD (etwa 18-20 Tropfen eines 20% CBD Öles) pro Tag zu geben. Nur in schweren Fällen sollte mehr gegeben werden: Erhöhen Sie die Menge, bis Sie ein Ergebnis erzielen oder bis Sie beim Doppelten der normalen Dosis angekommen sind. Bei 500 Kilo sind das also maximal 250 mg CBD (etwa 40 Tropfen eines 20% CBD Öles) am Tag. *Besprechen Sie das Vorgehen am besten mit Ihrem Tierheilpraktiker oder Tierarzt.

Mittels unseres Dosierungsrechners können Sie die Dosierung ganz leicht ausrechnen. Alle Angaben ohne Gewähr!

Welche CBD-Produkte für Pferde gibt es und wie werden sie verabreicht?

CBD für Pferde ist vor allem in zwei Formen erhältlich. Das sind zum einen die bewährten CBD Öle. Zum anderen gibt es spezielle Pellets, die CBD beinhalten. Diese dienen vor allem dazu, bestimmte Darreichungsprobleme zu umgehen. Nicht jedes Pferd nämlich lässt es sich gefallen, mit einer Glaspipette etwas ins Maul geträufelt zu bekommen. Zudem besteht immer die Gefahr, dass das Tier die Pipette unabsichtlich zerbeißt.

Doch auch Öle können problemlos verabreicht werden, etwa mit einem Stück Würfelzucker. Manch ein Pferd scheint auch den Geschmack besonders zu mögen und leckt dem Besitzer das Öl einfach von der Hand. Berichte dazu finden sich immer wieder – sie legen nahe, dass die Tiere besonders sensibel auf Hanfwirkstoffe reagieren.

Bei Hautproblemen finden Salben mit CBD Anwendung, da auch die Haut mit CBD-Rezeptoren ausgestattet ist und der Wirkstoff somit gezielter eingesetzt werden kann.

Nebenwirkungen von CBD bei Pferden

Bei einer zu hohen Dosis kann es vorkommen, dass ein Pferd Nebenwirkungen zeigt. Das äußert sich darin, dass es schläfrig oder träge wird. In dem Fall einfach die Dosis etwas herabsetzen und abwarten, ob sich der Zustand bessert.

Noch ein Wort zu Terpenen. Häufig kommt es zu Unklarheiten, ob ein CBD Öl für Tiere diese intensiven Hanfbestandteile enthalten darf oder nicht. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind nur für Katzen bestimmte Terpene nicht verträglich, da sie sehr langsam verstoffwechselt werden und sich somit immer mehr ansammeln. Hersteller von CBD für Tiere achten darauf und entfernen die betreffenden Stoffe aus ihren Produkten. Ähnlich verhält es sich bei Pferden. Auch hier enthalten die Produkte nur solche Bestandteile, die das Pferd ganz bestimmt verträgt.

Bisher bekannte Nebenwirkungen CBD Tropfen für Pferde:

  • Schläfrigkeit
  • vermehrtes Durstgefühl aufgrund von Mundtrockenheit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Appetitlosigkeit

 

CBD beim Pferd Gegenanzeige: Wann sollte CBD für Pferde nicht gegeben werden?

Da CBD offenbar beim Menschen die Plazenta schädigt, sollte CBD bei trächtigen Stuten besser nicht angewandt werden.

CBD für Tiere: Kann ich normales CBD einfach dem Pferd geben?

Das ist eigentlich nur ein Problem der Konzentration. Weil Pferde schwerer sind als viele andere Haustiere, benötigen sie eine höhere Menge an CBD. Deshalb kann CBD für Menschen oder kleine Tiere zu gering konzentriert sein. Hier sind CBD Öle in höherer Konzentration ab 20% CBD aufwärts zu empfehlen. Hierzu sollte aber wie bereits erwähnt der zu behandelnde Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Welche CBD Konzentrationen empfehlen sich bei Pferden?

Um die Anzahl der zu verabreichenden Tropfen zu reduzieren, empfehlen sich Konzentrationen ab 20 Prozent aufwärts. Andernfalls müssten sehr viele Tropfen verabreicht werden, was die Einnahme unnötig kompliziert.

Wo kann ich CBD für Pferde kaufen?

Wir haben uns nach guten Quellen für den Bezug von CBD für Pferde umgesehen. Fündig wurden wir bei CBD Vital, Vetrihemp und Nordic Oil: Diese Firmen bieten spezielle CBD Öle für Tiere, die sich sehr gut auch für Pferde eignen. CBD Vital bietet sogar ausdrücklich CBD Öl für große Tiere: Alle Tiere ab 60 kg Körpergewicht finden mit “Premium super strong” ein adäquates CBD Öl, das ihre Probleme lindern kann. Sicherlich gibt es noch weitere Hersteller, aber diese bieten auch CBD speziell für Tiere an.

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Kann ich auch einem gesunden Pferd CBD geben?

Natürlich! Das Tier wird dann durch die CBD Tropfen entspannter und sein Wohlbefinden wird sich verbessern. Weil CBD auf sanfte Art das Endocannabinoidsystem unterstützt, kann der Halter auch künftigen Problemen vorbeugen.

Fazit CBD Öl für Pferde

Zum Einsatz von CBD beim Pferd gibt es bisher leider keine Studien. Erfahrungen zeigen aber, dass auch beim Pferd mit diesem Hanfwirkstoff sehr gute Erfolge erzielt werden können. Der Grund liegt auf der Hand: Wie jedes höhere Säugetier haben auch Pferde ein Endocannabinoidsystem. Dieses System regelt wichtige Körperfunktionen und ist dafür verantwortlich, dass CBD überhaupt eine Wirkung entfalten kann.

Lindern lassen sich mit CBD viele pferdetypische Krankheiten, etwa an Fell, Hufen oder auch Gelenken. Überängstliche Tiere werden ruhiger, Stresssituationen lassen sich besser bewältigen. Eine Dosierung geht am besten nach Körpergewicht. Vorsicht gilt jedoch beim Reitsport: Hier unterliegt der Einsatz von Cannabinoiden oft strengen Regeln. Wer Strafen vermeiden möchte, sollte sich rechtzeitig über die jeweiligen Bestimmungen informieren.

 

Quellen

1) Maroon + Bost 2018: Review of the neurological benefits of phytocannabinoids. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29770251
2) Cannabidiol: A new option for patients in pain? DVM360, September 2017.
3) Tarragon + Moreno, 2019: Cannabinoids, chemical senses, and regulation of feeding behavior. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30481264https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30481264
4) Styrczewska et al. 2015: Flax fiber hydrophobic extract inhibits human skin cells inflammation and causes remodeling of extracellular matrix and wound closure activation. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26347154https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26347154
5) Booz 2012: Cannabidiol as an emergent therapeutic strategy for lessening the impact of inflammation on oxidative stress. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21238581https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21238581
6) Malfait et al. 2000: The nonpsychoactive cannabis constituent cannabidiol is an oral anti-arthritic therapeutic in murine collagen-induced arthritis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10920191https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10920191
7) Farrimond et al. 2012: Cannabinol and cannabidiol exert opposing effects on rat feeding patterns. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Cannabinol+and+cannabidiol+exert+opposing+effects+on+rat+feeding+patterns
8) Ignatowska-Jankowska et al. 2011: Cannabidiol decreases body weight gain in rats. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21172406
9) WHO (abgerufen Januar 2020) https://www.who.int/news-room/q-a-detail/cannabidiol-(compound-of-cannabis)
10) https://www.usef.org/media/press-releases/usef-announces-positive-tests-of-cannabinoids
11) https://pferde-reich.de/fn-warnt-vorsicht-bei-cannabis-produkten-fuer-turnierpferde/
12) https://www.horsenation.com/2019/07/09/the-straight-dope-on-equine-cbd/

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