Cannabis und Sport, passt das denn ĂŒberhaupt zusammen? Ja, wenn es um das Cannabionoid CBD (Cannbidiol) und nicht um THC (Tetrahydrocannabinol) geht! AufhĂ€nger fĂŒr das Thema CBD und Regeneration war eine Studie der World Anti-Doping Agency (WADA). Im Rahmen der groß angelegten Studie wurden bei 12.000 der untersuchten Profisportlern Cannabinoide im Blut festgestellt. Der wohl bekannteste Athlet, bei dem CBD nachgewiesen wurde, dĂŒrfte der US-Amerikanische Schwimmer Michael Phelps gewesen sein.

Im Nachgang der durchgefĂŒhrten Studie und aufgrund der Gegebenheit, dass CBD keine gesundheitlichen Nachteile hat – ganz im Gegenteil – und da es nicht psychoaktiv wirkt, hat die WADA dieses dann Ende 2017 mit Wirkung ab 2018 von der Liste der verbotenen leistungssteigernden Substanzen genommen. Seither ist der Einsatz sogar im professionellen Wettkampfsport offiziell gestattet.

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Diese Tatsache geachtet, braucht man sich wohl nicht mehr zu fragen, ob CBD und Sport zusammenpassen. Vielmehr gilt es zu klÀren wie es sich positiv auf die sportliche LeistungsfÀhigkeit auswirkt. Und genau das wollen wir im Rahmen dieses Artikels zum Thema CBD, Regeneration und Sport klÀren.

Regeneration – schnellere Wiederherstellung der vollen LeistungsfĂ€higkeit durch CBD

Die direkte und indirekte Wirkung auf die Regeneration ist letztlich die SchlĂŒsselrolle und der Hauptgrund, warum CBD im Sport sogar im professionellen Bereich Verwendung findet.

CBD wirkt dreifach auf die Regeneration!

Grob gesagt wirkt CBD dreifach auf die Regeneration. Es wirkt entzĂŒndungshemmend, es unterstĂŒtzt die Abheilung von Verletzungen und es steigert die SchlafqualitĂ€t, was allgemein die Erholung fördert. Jeder Sportler weiß, welche unheimlich wichtige Rolle das Thema Regeneration und Erholung hat und dass diese oftmals den limitierenden Faktor darstellt, wenn es um die Leistungssteigerung geht.

Denn bevor die Regenerationsphase nicht vollstĂ€ndig abgeschlossen ist, ist ein erneutes Training nicht sinnvoll. Warum? Dazu mĂŒssen wir kurz einen kleinen Exkurs zum Prinzip der Regeneration und Superkompensation machen, um die HintergrĂŒnde besser zu verstehen.

CBD und Regeneration

Auch die Einnahme von CBD kann die Regeneration unterstĂŒtzen

 

Exkurs Superkompensation:

Durch eine ausreichend starke körperliche Belastung wird der Körper erstmal geschwÀcht. Jeder, der intensiv trainiert kennt es, dass man aus einer Trainingseinheit erstmal erschöpfter und schwÀcher rausgeht, als man hineingegangen ist.

Nach der Belastung erholen wir uns jedoch nicht nur, in unserem Körper finden Anpassungsmaßnahmen statt, die ĂŒber das Ausgangsniveau hinausgehen, um fĂŒr die nĂ€chste Belastung besser gewappnet zu sein. Diese Anpassungsreaktion bzw. Regeneration ĂŒber das Ausgangsniveau hinaus stellt die Superkompensation dar, die die Grundlage einer erfolgreichen Trainingsplanung darstellt.

Wartet man nach erfolgter Superkompensation zu lange mit dem neuen Reiz, so fĂ€llt die Leistung wieder auf das Ausgangsniveau – oder im Falle fortgeschrittener Athleten auch darunter, da der Körper die zusĂ€tzlich gewonnene Muskulatur nicht mehr benötigt und als unnötigen „Energieverbraucher“ wieder loswerden möchte.

Grafisch dargestellt sieht das Superkompensationsprinzip mit richtiger Trainingsfrequenz folgendermaßen aus.

positive Superkompensation

Bei diesem Beispiel findet jeden dritten Tag ein Training statt. Der Regeneration wird bis zum Erreichen der maximailen Superkompensation Zeit gegeben, um an diesem Punkt das nÀchste Training anzusetzen. Durch diese theoretisch optimale Trainingsfrequenz wird langfristig eine Leistungssteigerung durch volle Ausreizung der Superkompensation erreicht. Nach 10 Tagen hÀtte man hier fast die Leistungsstufe 3 erreicht.

WĂŒrde man das Training zu frĂŒh wieder ansetzen, z.B. bereits jeden zweiten Tag, und so gerade nur der Regeneration auf das Ausgangsniveau Zeit geben, so wĂŒrde man auf der Stelle treten und seine Leistung nicht steigern. Noch schlimmer, man setzt das nĂ€chste Training noch vor Abschluss der Regeneration. Hier wĂŒrde langfristig sogar die Leistung nachlassen. Dieser Effekt ist unter dem Begriff „Übertraining“ bekannt.

In einer Grafik visualisiert sieht dies folgendermaßen aus.

negative Superkompensation

WĂ€hrend beim ersten Training noch die Regenerationszeit fĂŒr die Wiederherstellung der Leistung auf das Ausgangsniveau reicht, genĂŒgt diese bei den drauffolgenden Einheiten nicht mehr. Die Leistung sinkt im gleichen Zeitraum, wie bei der zuvor vorgestellten Trainingsfrequenz und nach 10 Tagen ist die Leistung bereits unter dem Ausgangsniveau.

Wie man anhand der beiden Beispiel erkennt, hat die Regeneration einen extrem hohen Stellenwert und stellt einen limitierenden Faktor der Leistungssteigerung dar. WĂŒrde man also die Regenerations- und Superkompensationsgeschwindigkeit steigern, so könnte man eine höhere Trainingsfrequenz durchfĂŒhren und wĂŒrde in Folge wĂ€hrend der gleichen Zeit die Leistung weiter steigern. Und genau dazu ist CBD in der Lage.

Grafisch sieht dies dann wie folgt aus.

verbesserte Superkompensation

 

In diesem Modell wird wie beim Vorherigen der Regeneration und Superkompensation immer zwei Tage Zeit gegeben, bis die nĂ€chste Trainingseinheit folgt. Durch die optimierte Regeneration ist bereits nach zwei Tagen die Superkompensation abgeschlossen. Die Folge ist, dass hier zu jedem Training die Leistung durchgehend immer wieder ĂŒber das Ausgangsniveau gesteigert wurde und wir nach 10 Tagen bereits die Leistungsstufe 4 erreicht haben. Wir rufen uns die erste Grafik ins GedĂ€chtnis, wo man nach 10 Tagen erst die Leistungsstufe 3 erreicht hat, da die Regenerations- und Superkompensationsphase lĂ€nger gedauert hat.

Da wir nun die allgemeinen HintergrĂŒnde zur Regeneration und der Superkompensation geklĂ€rt haben, wird es Zeit uns der Rolle von CBD in diesem Kontext zu widmen. Als erstes widmen wir uns den EntzĂŒndungsprozessen.

Wirkung von CBD auf EntzĂŒndungen

EntzĂŒndungen entstehen im Körper stĂ€ndig. So auch quasi bei jeder intensiven körperlichen Belastung und sind grundsĂ€tzlich erstmal nicht per se schlecht. Im Gegenteil.

Kurzweilige EntzĂŒndungsprozessedienen in Folge von sportlichem Training als Signalgeber anaboler, sprich aufbauender, Prozesse. Wird ein Muskel durch Sport also stark belastet, bilden sich Mikrotraumata innerhalb der Muskelfasern (kleine Muskelfaserrisse), die ab einem gewissen Grad als Muskelkater spĂŒrbar werden. Diese Mikrotraumata lösen EntzĂŒndungen aus, in deren Folge der Körper das Signal zur Reparatur der entsprechenden Stellen bekommt. Die EntzĂŒndungen werden gehemmt, die Muskelfasern „repariert“ und darĂŒber hinaus verstĂ€rkt, um fĂŒr die nĂ€chste Belastung widerstandsfĂ€higer zu sein.

Problematisch wird es erst, wenn die EntzĂŒndungen chronisch werden und wĂ€hrend der Regeneration nicht mehr abklingen können. Und genau hier wirkt CBD und CBG entzĂŒndungshemmend.

Durch die nachgewiesen anit-inflammatorische Eigenschaft von Cannabidiol werden die EntzĂŒndungsprozesse schneller gehemmt und dadurch die Regeneration aktiv beschleunigt.[1]

Wirkung bei Sportverletzungen

Ebenfalls mitunter durch die entzĂŒndungshemmende Wirkung wurde auch eine beschleunigte Abheilung von (Sport-) Verletzungen durch CBD festgestellt. So hat die American Society for Bone an Mineral Research im Jahr 2015 im Rahmen einer Studie eine beschleunigte Heilung von KnochenbrĂŒchen mit Hilfe von CBD durch eine verstĂ€rkte Stimulation der Lysyl Hydroxylase AktivitĂ€t in den Osteoplasten konstatiert.[2]

DarĂŒber hinaus wirkt Cannabidiol auch schmerzlindernd, wodurch frĂŒher wieder mit der Rehabilitation von Verletzungen begonnen und der Heilungsprozess somit ebenfalls beschleunigt werden kann. Daneben ist es möglich, nach Absprache mit dem behandelnden Arzt auch die Dosierung von Schmerzmitteln mit entzĂŒndungshemmender Wirkung, sogenannte NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika), und somit die mit ihnen einhergehenden Nebenwirkungen zu reduzieren.

Zusammenfassend lĂ€sst sich sagen, dass je schneller eine Verletzung abgeheilt ist, desto FrĂŒher wieder mit dem Sport begonnen werden kann. Die Folge ist, dass die „alte“ Leistung wieder schneller erreicht ist und der Leistungsstand auch weniger abfĂ€llt. Jeder Tag der ImmobilitĂ€t kostet wertvolle Zeit ohne Training!

Effizientere Erholung durch verbesserte SchlafqualitÀt

Schlaf hat einen immens wichtigen Einfluss auf unsere allgemeine Erholung und Regeneration.

Schlafmangel (weniger als 6h/d) macht auf Dauer krank!

Diese Aussage wurde durch verschiedenste Studien belegt. Die negativen Effekte von Schlafmangel sind wirklich verehrend. Eine reduzierte Aufmerksamkeit und KonzentrationsfĂ€higkeit nach einer Woche mit weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht sind dabei die noch harmlosesten Auswirkungen. Zu den schlimmeren Folgen zĂ€hlen ein signifikant erhöhtes Risiko fĂŒr Fettleibigkeit, Diabetes Typ II und Herz-/Kreislauferkrankungen bis hin zur Verringerung der Lebenserwartung. Allgemein finden bei Schlafmangel „negative“ EntzĂŒndungsprozesse und Immunreaktionen statt.[3]

6 Stunden stellen dabei das absolute Minimum an Schlaf dar. Durch erhöhten psychischen und physischen Stress steigt auch der Schlafbedarf schnell in Richtung 8 Stunden und mehr. Doch nicht immer ist es möglich mehr zu schlafen. Alltagsverpflichtungen, Beruf, Privatleben kollidieren hÀufig mit dem optimalen Schlafverhalten. Deshalb sollte die QualitÀt des Schlafes, den man abbekommt so hoch wie nur möglich sein.

Dies bedeutet in der Praxis die Einschlaf- und Leichtschlafphase so kurz wie möglich und die Tiefschlaf- und REM-Phase möglichst lange zu „durchschlafen“.

WĂ€hrend der Tiefschlafphase erholt sich unser Körper und Gehirn von den EinflĂŒssen des Tages. „BeschĂ€digungen“ werden repariert, der Hormonhaushalt wird wieder ausgeglichen und unser Gehirn, sowie Nervensystem hat mal komplett Pause. In der REM-Phase– das REM steht fĂŒr Rapid Eye Movement – wird unser Gehirn dann ziemlich aktiv. Ohne mit neuen EindrĂŒcken belastet zu werden, hat hier das Gehirn die Zeit das erlebte zu verarbeiten und Informationen zu sortieren. In dieser Phase des Schlafs ist ein verstĂ€rktes zucken der Augenlider und Augen festzustellen, woher auch der Name dieser Schlafphase rĂŒhrt.

Die Schlafphasen wechseln zyklusweise wÀhrend des Schlafs durch. Sprich der Leichtschlaf- folgt die Tiefschlaf- und dieser die REM-Phase. Ein Zyklus dieser drei Phasen dauert bei einem gesunden Menschen mittleren Alters etwa 90 Minuten und sollte insgesamt ca. vier durchlaufen werden, was einer Schlafdauer von eben den empfohlenen mindestens 6 Stunden entspricht. Sind Körper oder Gehirn besonders strapaziert dauern die einzelnen Phase / Zyklen lÀnger und die benötigte Schlafdauer erhöht sich.

CBD wirkt auf den Schlaf indem es die Leichtschlafphasen verkĂŒrzen und die Tiefschlaf- sowie REM-Phase intensivieren kann. Dabei darf die Wirkung von CBD auf den Schlaf nicht mit der eines Schlafmedikaments verglichen werden, denn auf die MĂŒdigkeit wirkt es nicht. Vielmehr wirkt es durch die entspannende, angst- und stresslösende Eigenschaft[4]positiv auf das Schlafverhalten und somit auf die SchlafqualitĂ€t. >>Hier geht es zu unserem Artikel ĂŒber CBD und Schlafstörungen.

Erfahrungen bezĂŒglich effizienterem Schlaf und schnellerer Regeneration durch CBD

NatĂŒrlich verlassen wir uns nicht blind auf die Theorie und haben unsere eigenen Erfahrungen hinsichtlich verbesserte SchlafqualitĂ€t und gesteigerter Regeneration machen wollen. Hierzu haben wir ĂŒber mehrere Wochen CBD Öl getestet.

Regeneration durch CBD

Verbesserte SchlafqualitÀt durch CBD?

Wir haben dieses immer am Abend in Form von 2-4 CBD Tropfen in Konzentrationen von 5% bis 10% CBD-gehalt eingenommen. Anfangs war die Wirkung zugegebenermaßen nicht wirklich direkt zu spĂŒren.

Bist du dir bei der Dosierung von CBD unsicher? Dann können wir dir bestimmt weiter helfen! Schau einfach unseren Beitrag ĂŒber die Dosierung von CBD an. Hier findest du Hilfe.

 

Nach einigen Tagen spĂŒrte man jedoch insbesondere beim Sport die verbesserte Regeneration. Von Training zu Training war die Erholung besser, sodass die folgenden Trainingseinheiten leichter von der Hand gingen. Auch die SchlafqualitĂ€t musste sich verbessert haben, denn wo wir grundsĂ€tzlich immer erst durch den Wecker geweckt wurden, wachten wir so meist nach unter acht Stunden Schlaf bereits vor dem Wecker erholt auf. Auch anhand eines Fitnesstrackers mit Schlafanalysefunktion konnte man die kĂŒrzeren Leichtschlafphasen schön erkennen.

Unsere Erfahrung mit der Wirkung von CBD Öl auf Schlaf und Erholung war somit durchwegs positiv.

 


Quellenangaben und Studien

[1]OlĂĄh A et al (2014). Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes. The Journal of clinical investigation 3713-24.

[2]Kogan NM et al (2015). Cannabidiol, a Major Non-Psychotropic Cannabis Constituent Enhances Fracture Healing and Stimulates Lysyl Hydroxylase Activity in Osteoblasts.. Journal of Bone and mineral research 1905-13.

[3]Deutsches Ärzteblatt (2013). Wie Schlafmangel der Gesundheit schadet.

[4]Esther M. Blessing et al (2015). Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics 825-836.

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1 Antwort
  1. Ta_09
    Ta_09 sagte:

    Hey toller Artikel. Da ich selber an Gelenkschmerzen nach dem Sport leide, habe ich nach einer Lösung gesucht und auf der Seite ….. herausgefunden, dass CBD helfen soll. Was haltet ihr davon ?

    Antworten

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