Obwohl die Anzahl der Menschen, die mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (kurz: ADHS) diagnostiziert werden, von Jahr zu Jahr ansteigt, sind die Ursachen, die Diagnostik und die Behandlung dieser Verhaltensstörung nach wie in vielerlei Hinsicht umstritten. Die üblichen Medikamente zur Behandlung von ADHS – Methylphenidat (weitläufig bekannt unter dem Markennamen Ritalin) und Dexamphetamin – gehen insbesondere bei langfristiger Anwendung mit einer Reihe von Nebenwirkungen einher. Zudem besitzt Dexamphetamin mitunter ein starkes Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial, wenn es nicht unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen wird.

 

Behandlung von ADHS mit CBD-ÖlHinzu kommt, dass immer mehr Menschen in Sachen ADHS zu Selbstdiagnosen neigen und dementsprechend auf illegale Weise Ritalin oder Dexamphetamin erwerben, um ihre Leistungsfähigkeit im Studium oder am Arbeitsplatz zu verbessern. Die zunehmende Anzahl der Selbstdiagnosen sagt viel über unsere Leistungsgesellschaft aus. Offensichtlich haben viele Menschen das Gefühl, dass ihre Performance nicht gut genug für die moderne Arbeitswelt ist. Zudem erhöhen moderne Technologien und das Internet das Potenzial für Ablenkungen aller Art, und vielen Menschen fällt es zunehmend schwerer und schwerer, sich privat und bei der Arbeit zu konzentrieren.

Momentan wird CBD Öl als Mittel gegen ADHS ebenfalls kontrovers diskutiert. Eines muss vorweg gesagt werden: CBD (Cannabidiol) ist kein etabliertes Mittel zur Behandlung von  Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Es existieren bislang keine verlässlichen Studien zum Thema. Was wir über mögliche Effekte von CBD gegen ADHS wissen, beruht auf Studien, in denen Cannabis – und somit nicht (nahezu) pures CBD-Extrakt – verwendet wurde. Somit sagen uns diese Studien nichts Verlässliches über die Wirkung von CBD, da hier auch andere Wirkstoffe, wie das stimulierende THC (Tetrahydrocannabinol) mit ins Spiel kommen. Können wir CBD also ernsthaft als potenzielles Hilfsmittel gegen ADHS in Betracht ziehen? Dieser Artikel wirft einen kritischen Blick auf die möglichen Vorzüge von CBD gegen ADHS. Auf Basis des bisherigen Forschungsstands ist jedoch alles, was wir bislang über CBD und ADHS sagen können, größtenteils Spekulation. Patienten mit schwerwiegender ADHS sollten daher in erster Linie auf den Rat ihres Arztes vertrauen und Cannabidiol allenfalls als Ergänzung in Betracht ziehen.

CBD zur Konzentrationssteigerung: Überlegungen und Erfahrungsberichte

CBD Behandlung von ADHS bei KindernWährend es zum Einsatz von CBD bei Krankheitsbildern wie (chronischen) Schmerzen, Angst, Depressionen und Autoimmunerkrankungen überzeugende Studien gibt, können wir zum Fall ADHS keine gesicherten Aussagen treffen. Zur Wirksamkeit von CBD bei Autismus und Asperger-Syndrom wurde erst kürzlich eine interessante Auswertung der Forschung veröffentlicht. Dies ist insofern interessant, als dass Konzentrationsschwierigkeiten oft zu den Begleiterscheinungen autistischer Störungen gehören.[1] Zur Wirksamkeit von CBD gegen ADHS sagt dies jedoch nur bedingt etwas aus. Eine aktuellere Studie zum Thema ADHS und Cannabis hingegen arbeitet zwar heraus, dass Cannabinoide in der Tat spezifisch bei ADHS hilfreich sein könnten. Das Hauproblem bei dieser Studie ist jedoch, dass sie Cannabinoide insgesamt ins Auge fasst, und nicht CBD im Besonderen.[2] Aus diesem Grund können wir auf Grundlage der Fachliteratur keine qualifizierte Aussage zur Wirksamkeit von CBD gegen ADHS machen.

Aber für Menschen, die unter milderen Konzentrationsschwierigkeiten leiden, kann CBD eine sinnvolle Maßnahme sein. Den Erfahrungen zahlreicher Nutzer zufolge wirkt CBD nämlich aufgrund seiner nachweislich angstlösenden und antidepressiven Eigenschaften auf indirekte Weise konzentrationsfördernd. Denn wer nicht permanent nervös oder niedergeschlagen ist, kommt offensichtlich leichter  in einen nachhaltigen Arbeitsrhythmus. Zudem wirkt CBD, wie eine 2017 veröffentlichte Studie belegt, erwiesenermaßen auf den Dopamin-Kreislauf des Gehirns ein und entfaltet dort eine ausgleichende Wirkung.[3]Während die Studie vor allem auf die damit einhergehenden antipsychotischen Effekte des Cannabidiols eingeht, ist es wichtig festzuhalten, dass der Neurotransmitter Dopamin auch für Motivation und Lernfähigkeit entscheidend ist. Dopamin ist im wahrsten Sinne des Wortes der Botenstoff, der uns ein Gefühl von Zufriedenheit gibt, wenn wir ein Ziel (oder eine Etappe) erreicht haben und hält uns damit quasi ‚bei der Stange‘, während wir arbeiten.

CBD bei ADHS und CannabidiolAlles, was wir zum Thema CBD bei ADHS jedoch wissen, sind bisher letztlich Mutmaßungen, die auf den Testberichten von Nutzern aus aller Herren Länder basieren. Diesen Erfahrungsberichten nach zu urteilen ist Cannabidiol gerade für Menschen, die sich selbst als nervös, unruhig oder leicht reizbar beschreiben würden potenziell extrem hilfreich. Das Stichwort „ADHS“ ist hier natürlich nur bedingt zutreffend – doch unter Konzentrationsschwierigkeiten zu leiden, ist auch ohne die Diagnose ADHS eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Tatsache, dass immer mehr Menschen sich im Alleingang, ohne jegliche ärztliche Aufsicht, mit Amphetaminen und Ritalin vom Schwarzmarkt aufputschen in der Hoffnung, ihren Alltag besser meistern zu können, sollte uns als Gesellschaft zu denken geben. Hier sind natürliche Mittel wie CBD, die erwiesenermaßen arm an Nebeneffekten sind und nicht zu Missbrauch und Suchtverhalten führen, mitunter eine günstigere und sicherere Alternative. Doch viele Menschen fragen sich natürlich, was sie von Cannabidiol in puncto Konzentration effektiv erwarten können. Unklarheit besteht zudem auch in Hinblick auf die Dosierung und Frequenz der Einnahme. Im nächsten Abschnitt geben wir einige Anregungen hierzu. Bei anhaltenden Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, die ihr gesamtes Leben negativ beeinträchtigen, raten wir Ihnen jedoch dazu, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dieser Ratgeber ist explizit für Menschen gedacht, die ihren mentalen Fokus optimieren möchten. Bei der Behandlung von ADHS kann Cannabidiol jedoch nur ein zusätzlicher Baustein sein, niemals ein Ersatz für medizinische Betreuung.

CBD als mentaler Booster: Tipps, Tricks und Dosierungsanregungen

Für den Selbsttest eignen sich sowohl CBD Tropfen als auch CBD Kapseln. Beide Darreichungsformen sind in Deutschland bislang erhältlich, und es bleibt zu hoffen, dass CBD-haltige Extrakte in den kommenden Jahren rechtlich nicht nur toleriert, sondern als Nahrungsergänzung mit hohem medizinischem Potenzial endlich vollständig anerkannt werden. In der Zwischenzeit ist es jedoch bis dato kein Problem, hochwertiges CBD von vertrauenswürdigen Firmen wie Nordic Oil zu kaufen.

 

CBD Dosierung bei ADHS

Zur Einnahme empfehlen wir, dass Sie Cannabidiol nicht akut, sondern als unterstützende Begleitmaßnahme längerfristig einnehmen, damit es seine volle Wirkung gut entfalten kann. Starten Sie mit moderaten Dosierungen von 5-10mg zwei bis dreimal täglich und passen Sie die Dosierung im Verlauf entsprechend an. Zwar berichten viele Nutzer auch von schnell einsetzenden Verbesserungen bei akuten Konzentrationsproblemen, doch im Allgemeinen wirkt CBD am besten, wenn es über längere Zeiträume hinweg eingenommen wird. Bei akuten Stresssituationen und einem Mangel an Fokus lohnt es sich jedoch auch, CBD als Sofortmaßnahme auszuprobieren, indem Sie etwa CBD-Öl sublingual einnehmen (ein paar Tropfen unter die Zunge). Für Nutzer von E-Zigaretten gibt es auch die Option, CBD-haltige Liquids zu verdampfen, wobei die orale oder sublinguale Einnahme die am besten erforschte und damit sicherste Form der Einnahme sein dürfte. In unserem Beitrag zur CBD Dosierung wird auf das Thema Dosierung noch einmal explizit eingegangen.

Ein Wort zum Schluss:

Erwarten Sie keine Wunder. Im Gegensatz zu Ritalin und neueren „Wunderdrogen“ gegen Konzentrationsschwäche, wie etwa Modafinil, ist CBD sehr subtil. Jedoch berichten viele Nutzer, dass Cannabidiol für sie an der Wurzel des Problems ansetzt, nämlich Nervosität und Gedankenrasen. Oftmals sind wir nämlich nicht unproduktiv, weil wir zu wenig Energie haben (und daher noch eine weitere Tasse Kaffee vertragen könnten), sondern weil unsere Nerven von Sinneseindrücken und Stress überreizt sind. CBD bei ADHS ist aber, wie wir oben angesprochen haben, bisher noch keine wissenschaftlich fundierte Maßnahme gegen Hyperaktivität. Es sollte daher betrachtet werden wie andere pflanzliche Wirkstoffe (etwa Rhodiola Rosea oder Ashwagandha), die das Nervensystem stärken und zum inneren Gleichgewicht beitragen können. Ein Versuch kann sich jedenfalls auszahlen, denn es mangelt wahrlich nicht an Erfahrungsberichten von Menschen, die dank CBD eine deutliche Verbesserung ihrer Aufmerksamkeit und ihrer Konzentrationsspanne feststellen konnten.

 

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