Wer je als Kind √ľber Pflastersteine h√ľpfte, vermied dabei oft, auf die Ritzen zu treten. Erkl√§ren lie√ü sich das nicht. Aber irgendetwas daran machte Angst, wirkte bedrohlich. Im Normalfall w√§chst man da raus. Doch mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland schaffen das nicht. Zwar h√ľpfen sie nicht mehr, doch sie entwickeln √§hnliche Zwangshandlungen und -gedanken, die sich logisch nicht erkl√§ren lassen. Der eine hortet die ganze Wohnung voll alter Zeitungen. Der andere rei√üt sich Haare aus oder manipuliert sich an der Gesichtshaut. Das alles ist nicht nur belastend f√ľr Betroffene. Weil sie sich sch√§men, verstecken sie das Problem auch oft vor Verwandten und Freunden. Infolgedessen baut sich starker Leidensdruck auf, an dem so mancher im Lauf der Jahre zerbricht. Mit CBD er√∂ffnen sich in letzter Zeit ganz neue M√∂glichkeiten, wie Patienten geholfen werden k√∂nnte.

CBD bei Zwangsstörungen

Wie kann CBD bei Zangsst√∂rungen helfen? Wir geben Aufschluss dar√ľber.

 

Zwangsstörungen: was ist das eigentlich?

Wie viele Menschen in Deutschland an einer Zwangsst√∂rung leiden, wissen wir nicht. Experten gehen von √ľber zwei Prozent aller Deutschen aus, doch niemand kann es genau sagen. Der Grund: Diese Krankheit hat viele Gesichter. So kennen sicher viele Menschen die Situation, dass ihnen mitten im sch√∂nsten romantischen Dinner pl√∂tzlich der Schwei√ü ausbrach. Angst packte sie: Hatten sie vor dem Ausgehen daheim wirklich die T√ľr richtig abgeschlossen?

Das allein ist noch lange kein Zwang. Dazu geh√∂rt mehr, zum Beispiel eine bestimmte Dauer und Regelm√§√üigkeit dieser Gedanken. Erst dann erf√ľllen sie alle Merkmale eines Zwangs.

Definition Zwangsstörung

Als zwanghaftes Verhalten, Zwangskrankheit oder auch Zwangsst√∂rung bezeichnet man also ein Verhalten, dem sich der Patient nicht entziehen kann. Und das, obwohl er darunter leidet: Die Handlung oder die Gedanken sind stets unerw√ľnscht. Nichts t√§te der Betreffende lieber, als sie zu unterlassen. Aber er kann nicht, weshalb sich im Lauf der Zeit gewaltiger Leidensdruck aufbaut.

Denn auch dies ist ein Merkmal des Zwangs im klinischen Sinne: Der Patient ist sich seines Verhaltens bewusst und das Problem besteht bereits länger.

Klassische Symptome einer Zwangsstörung:

  • Sie tritt √ľber einen l√§ngeren Zeitraum auf.
  • Sie ist dem Patienten unangenehm (Scham, innerer Widerstand).
  • Er kann es nicht lassen, die Situation ist unkontrollierbar.
  • Er muss es immer wiederholen.

 

OCD: Obsessive Compulsive Disorder, so hei√üt es im Englischen. √úbersetzen wir obsessiv mit “besessen”, dann trifft es den Kern der Sache sogar noch besser. Schlie√ülich hat es wirklich etwas von einer Besessenheit. Das ist auch der Grund, weshalb man so schwer davon lassen kann. Man leidet nicht nur – man meint, daraus auch einen Vorteil zu ziehen.

Manche Menschen mit Trichotillomanie berichten, es beruhige sie. Sie k√∂nnten besser dabei abschalten. Manche Menschen versuchen aber auch, auf diese Weise mit tiefliegenden √Ąngsten umzugehen. Allein schafft es der Patient nur selten, das Verhalten abzulegen.

Diese Zwangsstörungen gibt es (Auswahl)

  • Trichotillomanie / Dermatillomanie (Zwang, sich die Haare auszurei√üen / an der Haut herumzumanipulieren)
  • Horten (‚ÄúMessie‚ÄĚ), Kontrollzw√§nge (Habe ich die Haust√ľr wirklich abgeschlossen?)
  • k√∂rperliche St√∂rung, etwa Waschzwang
  • Zw√§nge, die im Zusammenhang mit Drogen oder Medikamenten stehen

Wie kann CBD bei Zwangsstörungen helfen?

Dazu m√ľssen wir noch ein wenig mehr √ľber Zw√§nge wissen. Denn die zugrundeliegenden Mechanismen bestimmen dar√ľber, ob und wie CBD vielleicht helfen kann.

H√§ndewaschen als Zwangsst√∂rungOft entstehen Zw√§nge aus einem Bed√ľrfnis heraus. Beispielsweise der ber√ľhmte Putzzwang: Dem liegt ein Bed√ľrfnis nach Reinheit zugrunde. Das an sich ist ja nichts Schlechtes. Wenn es aber zwanghaft wird, also √ľber Gr√ľndlichkeit weit hinausgeht, stimmt etwas nicht.

Zwanghaft hei√üt: Ein Bed√ľrfnis wird unbemerkt zur Angst. Zwischen beidem besteht ein wichtiger Unterschied, schlie√ülich haben wir nur Angst vor etwas, das uns bedroht. Dieser Unterschied ist aber nicht oder nur selten objektiv. Meistens besteht er ausschlie√ülich in unserem Kopf. Ob ich mich also von etwas bedroht f√ľhle oder nicht, ist ausschlie√ülich Ergebnis meines Empfindens.

Zwangskrankheiten lassen sich dabei nach zwei Arten unterscheiden: Entweder denke ich etwas nur, oder den Gedanken folgt auch eine Handlung.

Das sind die beiden Grundformen von Zwangsstörungen

  • Zwangshandlung
  • Zwangsgedanken

 

Wer ist betroffen?

Als Zwang kann dabei alles dienen: Es geht vom Kaufzwang bis hin zur Kleptomanie, unter den Betroffenen sind Angehörige aller Altersgruppen, sozialer Schichten, Geschlechter. Es gibt keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Häufigkeit des Auftretens.

Die Krankheit beginnt meist schon im Kindesalter. Sie verfestigt sich, je l√§nger sie dauert. Mit den Jahren wird es also immer schwerer, etwas dagegen zu tun. Der Verlauf kann sich schleichend steigern oder akut nach einem schlimmen Erlebnis ausbrechen. Fr√ľher nannte man sie Zwangsneurose. Im Schnitt dauert es an die zehn Jahre, bis Betroffene aktiv Hilfe suchen.

Wie findet man heraus, ob man an einem Zwang leidet?

Zw√§nge k√∂nnen allein auftreten. Oft stehen sie aber auch f√ľr etwas anderes, sind also Begleiterscheinungen anderer Probleme. Sie k√∂nnen mit Depressionen einhergehen oder auch mit einer Psychose. Das kann nur ein Fachmann kl√§ren!

Er stellt dann Fragen wie zum Beispiel:

  • M√∂gen Sie es, viel zu kontrollieren?
  • Liegt Ihnen viel an Sauberkeit?
  • Wie wichtig ist Ihnen Ordnung?
  • Denken Sie oft an beunruhigende Dinge?
  • Wollen Sie h√§ufig an etwas anderes denken, k√∂nnen es aber nicht?

 

Von den Ursachen h√§ngt stark eine m√∂gliche Therapie ab. Meist ist es ein Mix aus medikament√∂ser Behandlung und Psychotherapie, der zum Erfolg f√ľhrt.

Hier bietet sich die Chance, wie CBD helfen k√∂nnte. Denn CBD wirkt sowohl angstl√∂send, als auch entspannend 1). Beides ist √ľberaus wichtig, um den Betroffenen zun√§chst einmal eine Atempause von ihren destruktiven Gedanken zu verschaffen. Diese Pause kann dann genutzt werden, einem Patienten zu einem Behandlungserfolg zu verhelfen.

Schlie√ülich l√§sst sich nicht so einfach absch√ľtteln, woran man monatelang oder gar jahrelang gelitten hat. Eine kognitive Verhaltenstherapie braucht viel Zeit und vor allem Kraft vonseiten des Patienten.

CBD gegen Zwänge: So kann CBD helfen! CBD wirkt:

  • entspannend
  • angstl√∂send

Aber kann CBD vielleicht noch mehr? Wie sieht es mit der Zwangsstörung selbst aus: Könnte der Hanfwirkstoff auch hier etwas bewirken? Interessanterweise gibt es dazu sogar eine Studie.

CBD beeinflusst nachweislich zwanghaftes Verhalten

CBD Studien

CBD Studien: Bild: © tinnakornlek/123RF.com

Diese Studie wurde im Jahr 2010 publiziert 2). In ihr wurden M√§use einem Test ausgesetzt, nachdem sie auf obsessives Verhalten trainiert worden waren. Im Test gab es mehrere Wirkstoffe, welche das Verhalten beeinflussen sollten, darunter CBD. So wollten die Forscher herausfinden, ob und wie die Tiere auf den jeweiligen Wirkstoff reagierten. W√ľrden sie ihr zwanghaftes Verhalten bessern?

Die Ergebnisse waren interessant: Nur drei Wirkstoffe linderten deutlich das zwanghafte Verhalten. Einer davon war Paroxetin, ein anderer Stoff war Diazepam. Der dritte Stoff war CBD. Doch es gab einen wichtigen Unterschied zwischen ihnen: Wo CBD noch nach einer Woche wirkte, konnte bei den anderen beiden keine Wirkung mehr festgestellt werden.

Die Studienautoren ziehen daraus mehrere Schl√ľsse. Zum einen k√∂nnte CBD auch bei Menschen zwanghaftes Verhalten positiv beeinflussen. Zum anderen wirkt CBD vermutlich nachhaltiger als manch ein herk√∂mmliches Mittel.

Wie ist das zu erklären?

Vermutlich wirken die jeweiligen Wirkstoffe auf unterschiedliche pharmakologische Art. W√§hrend CBD das sogenannte Endocannabinoidsystem nutzt, greift zum Beispiel Paroxetin in den Serotoninspiegel ein. Deshalb nennt man solche Medikamente auch selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI). Sie blockieren die Rezeptoren f√ľr Serotonin und sorgen so f√ľr einen erh√∂hten Spiegel des Botenstoffs. Diese Art von Medikamenten wird h√§ufig eingesetzt gegen Depressionen, Angst- und Zwangsst√∂rungen und Sozialphobien.

Auch CBD reguliert den Serotoninspiegel

Wer sich mit CBD schon ein wenig auskennt, dem kommt diese Aufz√§hlung vielleicht bekannt vor: √Ąhnliches kann auch CBD leisten. Das ist kein Zufall, denn erwiesenerma√üen reguliert auch der Hanfwirkstoff den Serotoninspiegel im K√∂rper 3).

Damit er√∂ffnen sich gleich zwei M√∂glichkeiten, wie CBD bei Zw√§ngen gegensteuern kann. Welcher Wirkmechanismus tats√§chlich dahintersteckt, ist zurzeit noch ungekl√§rt. Dass es aber herk√∂mmliche Therapien unterst√ľtzen kann, steht fest. Und noch etwas ist in diesem Zusammenhang wichtig. Es geht um das Thema Nebenwirkungen!

Was ist der Vorteil von CBD?

Herk√∂mmliche Medikamente gegen Zwangskrankheiten haben oft viele Nebenwirkungen. Das erw√§hnte Paroxetin etwa bringt manch einem Patienten nicht nur Linderung seiner Beschwerden. Zeitgleich muss er auch mit folgenden Beeintr√§chtigungen leben: √úbelkeit, verschwommenes Sehen, Zittern, bis hin zu sexuellen Funktionsst√∂rungen. Oft so stark, dass Patienten es √ľbereilt absetzen. Was auch wieder nicht gut ist, denn wer es zu schnell absetzt, nimmt oft rasend schnell zu 4). All das f√ľhrt vor allem auf psychischer Ebene zu weiteren Belastungen. Dem Patienten ist dann nicht geholfen, im Gegenteil: Der Behandlungserfolg wird gef√§hrdet.

Du wei√üt nicht welches CBD-√Ėl zu dir passt und welcher Anbieter seri√∂s ist? Dann lese unsere Empfehlungen f√ľr gute CBD Produkte.

CBD hat weniger Nebenwirkungen

CBD Nebenwirkungen sind zwar vorhanden, jedoch bei Weitem nicht so heftig. Daraus ergibt sich eine gro√üe Chance: entweder f√ľr CBD als echte Alternative zu herk√∂mmlichen Medikamenten gegen Zwangsst√∂rungen. Oder es kann den therapeutischen Prozess begleiten, indem es f√ľr die n√∂tige mentale Entspannung sorgt.

F√ľr wen ist CBD zu empfehlen?

Welche Art von Behandlung f√ľr welche Patienten geeignet ist, entscheidet am besten der Facharzt. Denn zur Behandlung von Zwangskrankheiten braucht es viel Wissen um die Ursache f√ľr die St√∂rung. Ist sie erst einmal gefunden, braucht der Betroffene jede m√∂gliche Unterst√ľtzung. Eine wichtige Hilfe dabei ist CBD.

Zusammenfassung: So kann CBD gegen Zwangsstörungen helfen

  • angstl√∂send
  • entspannend
  • m√∂gliche Wirkung direkt gegen den Zwang selbst
  • Regulierung eines m√∂glicherweise fehlregulierten Serotoninspiegels

 

Zu Abschluss noch ein paar Worte, wie CBD gegen Zw√§nge eingesetzt werden kann. M√∂gliche Anwendungen sollten innerlich erfolgen und gut dosierbar sein. Das trifft vor allem auf CBD √Ėl zu, aber auch auf CBD Kapseln. Wer mit der E-Zigarette schon einige Erfahrung hat, kann es dar√ľber hinaus mit CBD Liquid versuchen. Allerdings ist hier eine Dosierung schwieriger, weil sie etwas Fingerspitzengef√ľhl erfordert. Anf√§ngern empfehlen wir darum eher CBD √Ėl.

Mögliche Dosierung von CBD gegen Zwangskrankheiten

Generell dosiert man CBD auch gegen Zwangskrankheiten anders als ein herkömmliches Medikament. Es gibt hier keine Dosis, die von Anfang an die richtige ist. Vielmehr wirkt CBD immer individuell, weshalb jeder Anwender seine persönliche Dosis erst herausfinden muss. Das klingt aber schwieriger, als es ist.

Von guten Erfahrungen berichten Anwender bei folgender CBD Dosierung:

  • Wer CBD √ľberhaupt nicht gew√∂hnt ist, beginnt mit einem Tropfen pro Tag. Wer es bereits f√ľr ein anderes Problem nutzt, sollte seine gewohnte Dosis vorsichtig steigern.
  • Die Steigerung betr√§gt alle zwei bis drei Tage einen Tropfen. Das geschieht so lange, bis er an sich die gew√ľnschte Wirkung beobachtet.
  • Daf√ľr braucht es neben Geduld auch viel Achtsamkeit, dann findet sich die individuell passende Dosis auf jeden Fall.

 

Auf was muss dabei geachtet werden?

Die CBD Einnahme erfolgt zunächst einmal täglich, mit zunehmender Tropfenzahl dann zwei- oder auch dreimal täglich.

Sublingual hat sich bew√§hrt, da der Hanfwirkstoff √ľber die Mundschleimh√§ute mit weniger Verlust im Blut ankommt. Das hei√üt: Man nimmt den Wirkstoff unter die Zunge und beh√§lt ihn dort f√ľr wenige Sekunden. Eine halbe bis anderthalb Minuten reichen v√∂llig aus.

Außerdem sollten weitere Medikamente stets zeitversetzt genommen werden. Je nach Typ kann es sonst sein, dass CBD und das andere Medikament sich gegenseitig beeinflussen und in der Wirkung verstärken oder verringern. Beides wäre kontraproduktiv! Ein Mindestabstand von zwei Stunden hat sich bewährt.

Eine √úberdosierung von CBD ist √ľbrigens quasi nicht m√∂glich, wie weitere Studien zeigten. Hier wurden bei 800 mg und mehr pro Tag keine negativen Begleiterscheinungen festgestellt.

Was kann ich sonst noch tun?

Wem der Gang zum Arzt noch schwerf√§llt, dem bringt vielleicht eine Selbsthilfegruppe mehr. Anlaufstellen finden sich etwa bei der DGZ, der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen. sie gibt auch √ľberforderten Angeh√∂rigen Hilfestellung, wenn sich scheinbar un√ľberbr√ľckbare Probleme auftun. Zw√§nge sind nie nur ein psychisches Problem. Sie k√∂nnen zum sozialen R√ľckzug f√ľhren und in weitere Fehlhandlungen m√ľnden. Vielleicht leidet ein Betroffener jahrelang still vor sich hin, ohne dass jemand etwas merkt! Die DGZ gibt Verhaltensempfehlungen und Orientierung f√ľr den Alltag 5).

Fazit CBD bei Zwangsstörungen

Zwangsst√∂rungen haben vielf√§ltige Ursachen. Das macht sie so schwer fassbar und ergibt Probleme beim Finden der richtigen Therapie. CBD bei Zwangsst√∂rungen r√ľckt seit ungef√§hr zehn Jahren in den Fokus der Wissenschaft: Seit eine Studie eine m√∂gliche Linderung von Zwangskrankheiten durch CBD nachwies, wird der Hanfwirkstoff begleitend bei herk√∂mmlichen Therapien eingesetzt. Er kann zum Beispiel den Serotoninspiegel regulieren, aber auch direkt auf die Zw√§nge einwirken. Zus√§tzlich gibt er durch seine angstl√∂sende, entspannende Wirkung Patienten die Chance, die n√∂tige innere Ruhe wiederzufinden, welche Voraussetzung f√ľr eine erfolgreiche Therapie ist.

 

Quellenangaben   [ + ]

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